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Samy Deluxe Interview von SternTV

Der Hamburger Rapper Samy Deluxe ist seit einigen Tagen auf Werbeanzeigen für die GEZ zu sehen. Im stern.de-Interview spricht der Sendungsbewusste über Werbeverträge, Sigmar Gabriel und warum er trotz Klimakatastrophe einen Ami-Geländewagen fährt.

Offenbar ist der in diesem Jahr anstehende 30. Geburtstag nicht spurlos an dem Musiker vorbei gegangen: Samuel Sorge, so Deluxe' bürgerlicher Name, lebt seit kurzem in einem Einfamilienhaus in Hamburg-Sasel, weit weg von der HipHop-Szene in Eimsbüttel und der Ausgehmeile in St. Pauli. Nichts lässt erahnen, dass hier ein cooler Rapper wohnt: Den Wohnbereich ziert ein heller, empfindlicher Teppichboden, auf der Terrasse steht eine nagelneue Sitzgarnitur aus Teakholz, die Küche ist im Landhausstil gehalten. Dort steht der große Kühlschrank mit dem Eiscrusher - ein viel genutztes Gimmick im Deluxe-Haushalt.
Rapper mit dem sozialen Anspruch

Im ersten Stockwerk hat sich Samy Deluxe, der auch Inhaber des Labels "Deluxe Records" ist, ein Tonstudio eingerichtet. Hier bastelt er an seinem neuen Soloalbum, das Anfang 2008 erscheinen soll. Seit dem 24. August ist das Best of-Album "Lebende Legende" auf dem Markt. Neben seiner Musik engagiert sich der Rapper dafür, Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Stadtteilen und Gesellschaftsschichten über Sport- und Musikprojekte zusammen zu führen: In Hamburg fand Anfang Juli das erste Abschlussevent seines Projekts "Crossover" statt - die Aktion soll weiter gehen. Deluxe trat zudem schon mehrfach in Fernsehtalkshows auf, um dort über die Situation der Jugendlichen in Deutschland zu diskutieren.

Samy Deluxe, als Werbeträger in der neuen Kampagne für die Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (GEZ) rufen Sie dazu auf, Rundfunkgeräte anzumelden. Mal ehrlich: Haben Sie selbst immer Ihre Gebühren bezahlt?
Nicht immer. Ich habe vor sechs Jahren damit angefangen, als mein Sohn geboren wurde. Damals dachte ich: Jetzt habe ich Frau und Kind, jetzt muss auch der Rest mal ein bißchen geregelter ablaufen. Vorher hatte ich ein sehr chaotisches Leben geführt.

Im vergangenen Jahr traten Sie in einem Spot zum Welt-Aids-Tag auf - abgesehen davon wurden Sie bislang nicht in der Werbung aktiv. Warum nun ausgerechnet für die GEZ?
Ich sehe das nicht als klassischen Werbedeal - obwohl die Sache für mich finanziell schon lukrativ ist. Fakt ist, dass ich GEZ-Gebühren zahle und das in der Werbung auch sage. Wenn die Kampagne im Befehlston angelegt wäre, hätte ich das auf keinen Fall gemacht. Es bringt nichts zu sagen: Ihr müsst alle zahlen. Man muss das sympathisch rüberbringen - gerade die GEZ, die ja nun mal nicht der beliebteste Verein ist. Wenn ich sagen würde: "Leute, downloadet meine Musik nicht mehr!" hätte das auch keinen Sinn. Vielmehr muss ich um Verständnis werben dafür, dass ich am Ende des Tages für meinen Job bezahlt werden will wie jeder andere auch.

Sehen Sie denn viel fern?
Ich könnte mir die Gebühren eigentlich sparen, weil ich so gut wie nie fernsehe. Ich besitze nicht einmal ein Radio. Mir ist aber bewusst, dass ich als Künstler viel von den öffentlich-rechtlichen Sendern profitiert habe. Schließlich habe ich in den ganzen politischen Talkshows wie "Christiansen" oder "Berlin Mitte" schon stattgefunden. Daher kennen mich Leute, die älter sind als zwanzig, und das hat mir schon manche Türen geöffnet. Außerdem ist es ja cool von der GEZ, dass sie überhaupt Werbung schaltet. Sie könnte von dem Geld ja auch noch mehr Beamte an die Türen losschicken.

Fürchten Sie negative Reaktionen auf die Kampagne? Kann so ein Auftritt nicht unglaubwürdig machen in der Szene?
Auf Kritik stoßen kann eigentlich alles, was man macht. Ich habe mir das schon sehr gut überlegt. Die Leute, bei denen es ätzend für mich wäre, wenn die was Schlechtes in der Öffentlichkeit über mich sagen, die haben selbst schon Werbung gemacht - teilweise schlimme Sachen.

Haben Sie schon Angebote aus der Werbung abgelehnt?
Sehr viele, die Liste ist lang. Die Hersteller von HipHop-Mode zum Beispiel denken oft, sie schicken mir eine Kiste mit Klamotten und dann mache ich mit denen eine Riesen-Fotokampagne. Aber so was lehne ich ab. Ich bin auch nicht in die "Popstar"-Jury gegangen - damit hätte ich so viel verdient, dass ich erst mal ein halbes Jahr hätte chillen können. Für meinen eigenen Turnschuh von Reebok oder meine Basecaps von New Era halte ich natürlich mein Gesicht hin. Außerdem habe ich einen Deal mit Dodge: Ich fahre einen Geländewagen, aktuell den neuen Dodge Nitro. Die Zusammenarbeit mit Dodge verläuft sehr angenehm und unkompliziert.

Sie hatten im Juli einen Auftritt bei dem Klimaschutzkonzert "Live Earth" - und trotzdem fahren Sie einen Geländewagen?
Ich fahre ein neues Modell mit Dieselmotor, das hat den niedrigsten Verbrauch überhaupt von allen Ami-Autos. Aber die Frage ist natürlich berechtigt: Im Vorfeld von Live Earth sollte ich für eine Zeitschrift ein Gespräch mit Umweltminister Sigmar Gabriel führen. Während meiner Recherche hab ich überhaupt erst erfahren, dass der Planet schon vollkommen hinüber ist. Leider fehlen den Politikern noch immer die Ansätze, wie sie die Leute wirklich erreichen können. Da wird dann vom Umweltministerium eine Aktion vorbereitet mit Prominenten, die auch junge Menschen ansprechen soll. Aber von den Promis kenne ich selbst nur einen einzigen - wie soll ich so die Jugendlichen erreichen?

Das Gespräch mit Gabriel war nicht Ihr erster Kontakt zur Politik. Wie haben Sie die Politiker bei Ihren Talkshowauftritten erlebt?
Von Sigmar Gabriel war ich echt beeindruckt, was der sagt, macht wirklich Sinn und kommt nicht so heuchlerisch rüber wie bei vielen anderen. Er gibt selber zu, dass er vor ein paar Jahren noch im Aufsichtsrat von Volkswagen saß und da nicht auf die kleinsten CO2-Werte geachtet hat, sondern darauf, den größten Gewinn zu machen. Ich hab ihm von meinen Integrationsprojekten hier in Hamburg erzählt, und er hat mir gleich seine Karte gegeben und ist dann wirklich zu der Abschlussveranstaltung gekommen - obwohl das ja eher der Bereich von Ursula von der Leyen gewesen wäre. Als ich mit der bei "Christiansen" saß, hatten wir zum Ende der Sendung ein kleines Streitgespräch. Als die Kameras aus waren, wollte ich ihr sagen, dass das kein persönlicher Angriff war. Aber sie hatte mir in der Sendung schon nicht zugehört und wollte danach lieber mit den "Bild"-Reportern reden. Ich halte sie trotzdem für engagiert. Bei dem Anti-Aids-Film hatte ich mit Ulla Schmidt zu tun. Die hat ja zumindest eine ordentliche Kampagne hingekriegt, im Gegensatz zum Umweltministerium.

Interview: Ulrike Schäfer
Quelle: Stern.de
29.8.07 21:41
 


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